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15.11.07 20:54 Alter: 11 yrs
Kategorie: Homepage
Von: Elmar Jung

Rursee-Marathon

Erlebnislauf durch Herbstlaub und auf Schiefergestein - Familiäre Atmosphäre beim 11. Rursee-Marathon am 04.11.2007


 

Die vom Naturpark Hochtaunus kamen, fühlten sich gleich wohl in Einruhr, dem malerischen Erholungsort am Ufer des Rursees, genauer am benachbarten Obersee. Wir sind hier im Naturpark Nordeifel in der Nähe von Monschau und Aachen, der einen Teil des großen Naturparks Nordeifel - Ardennen und Hohes Venn darstellt. Einruhr liegt auf der 300 km langen Route des neuen ?Eifelsteigs? von Aachen nach Trier.

 

Für günstige Grundstimmung beim Start um 10:30 Uhr sorgten nicht nur die Nudelparty am Vortag mit wirklich schmackhaften Nudelgerichten, die Begrüßungsworte zur internationalen Rursee-Marathon-Familie, sondern auch das ideale Lauf-Wetter mit angenehmen Temperaturen um die 10 Grad. Ab und zu blitzte sogar die Sonne auf die bunten Herbstwälder. Für Anfang November hatten wir uns vorsorglich auf jede Art von kühlem Wetter eingestellt. Die knapp 500 Marathon-Läufer wurden auf die Strecke geschickt, begleitet vom Beifall einer großen Zuschauerkulisse, die von den fast 700 auf ihren Start wartenden 16,5-km-Läufern gebildet wurde. Wir wollten rund um den Rursee ?laufend den Naturpark erleben?, wussten, dass der Rundweg keine Flanierpromenade darstellt. Die ?außergewöhnliche Topographie? - nach den Worten des Moderators - war bald zu spüren. Angekündigte schöne Ausblicke waren zu erkämpfen. Schon kurz nach dem Start, nach etwa 6 km, ging es für die Jogger nur im Schritttempo hinauf ? an einem Berghang, rechts der Hang, links das Geländer -, damit die Marathonis dann hinunter und über den Staudamm der Urfttalsperre laufen konnten.

 

Die Strecke führte mal in der Nähe des Sees auf einem Wanderweg - wie auf einer Uferpromenade -, mal hinauf in den Wald, auf der Hälfte der Strecke über die große Staumauer der Talsperre Schwammenauel. Das Auf und Ab der Strecke setzte sich fort, so dass alle erfreut bei 29 km die Aufmunterung lasen ?jeder Läufer ist ein Sieger.? Musi gab´s, als wäre das Ziel erreicht. Manch einer ergriff den Becher Bier, statt Wasser oder Elektrolyt-Getränke zu wählen. Nicht nur der Versorgung, auch der Betreuung durch Rotes Kreuz und Freiwillige Feuerwehr ist zu danken. Und natürlich den Zuschauern, z.B. im Ort Woffelsbach bei km 30, die unterwegs durch Applaus neue Kräfte aktivierten. Manchmal kamen einem Läufer Gedanken wie: Ist das Hinunter-Gehen leichter als das Hinunter-Laufen? Worte wie ?sind wir in den Alpen?? hörte man. Verständliche Worte, zumal es auch wenige Kilometer vor dem Ziel noch die steilen 500 Meter auf die Rurberger Höhe ging. Erfahrene Bergsteiger könnten vielleicht beim Auf und Ab durch Ortschaften und Wälder Punkte einfahren. Die drei schnellsten Läufer, sie stammen aus der Nachbarschaft, erreichten auf dieser schwierigen Strecke Zeiten von 2:36, 2:47 und 2:49 Stunden.

 

423 Marathonis haben durchgehalten. Dabei waren Elmar Jung vom TV Seulberg mit 4:51 Stunden (5. AK 65) und Jürgen Rühl (UTSG Usingen) mit über 6 Stunden (8.AK 65). Wir sind alle immer wieder mit schönsten Ausblicken auf die herbstlich-bunte Eifellandschaft und den See belohnt worden.

 


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