< Nieder-Erlenbacher Volkslauf
06.05.07 14:26 Alter: 11 yrs
Von: A. Spielmann

HAMBURG

Der Lauf an Elbe und Alster bzw. ?in Hamburg werden Träume wahr!?


Griesheim

Hamburg

Bilder & Coach: K. Spielmann

Aber der Reihe nach:
Die bekannten 12 Wochen Marathon-Vorbereitung waren verletzungsbedingt nicht nach meinem Geschmack, da ich längere Läufe nicht regelmäßig trainieren konnte. Aber wissen wollte ich es doch und meldete mich gemäß Trainingsplan für einen 10km-Wettkampf am 15. April in Griesheim an. Kurt und ich trafen fast ideale Bedingungen an. Die Sonne meinte es verdammt gut ein Glück also, dass die Strecke sehr flach war und der Rundkurs auf festen Straßen durch die Gemarkung von Griesheimer Spargelfelder führte. 10 km-Läufer absolvierten eine Runde, die 21 km-Läufer zwei Runden. Als positiv empfand ich auch die Tempomacher für die 10 km-Läufer. Beste Stimmung und gute Organisation kann ich diesem Lauf bescheinigen. zumal vor dem Start-/Zielbereich ein Spargelbauer besten Griesheimer Spargel verkaufte. Kurt war in diesem Fall für das Abendessen zuständig, während ich mich für die 10 km einlief. Und was soll ich sagen. Mit meiner Zeit von 50.54 min. war und bin ich super zufrieden und sie gab mir das Gefühl, fit für Hamburg zu sein.
Den Griesheimer-Merck-Straßenlauf kann ich als Frühjahrseinstieg nur empfehlen. Wenn auch nicht so wichtig aber eine wirklich nette Geste: alle Teilnehmer erhielten kostenlos ein T-Shirt aus Baumwolle, für ein Aufpreis von ? 4,-- ein Funktions-Shirt.

Hamburg begann für mich mit einer Pasta-Party in Soltau bei meiner Schulfreundin Gisela. Sozusagen ein Heimspiel für mich. Im Nachhinein kann ich nur sagen. Nicht nur Red Bull, sondern auch Heimatgefühle verleihen Flügel. Am Samstagmorgen wurde ich dann doch etwas unruhig und es konnte nicht schnell genug nach Hamburg zur Messe gehen, wo es galt, die Startunterlagen abzuholen. Unser Hotel lag an der Rothenbaumchaussee, knapp 500 m vom Start-Ziel-Bereich entfernt. Das Angebot, die 42,195 km mit dem Bus und Gästeführer abzufahren haben Kurt und ich gerne angenommen. Die Besichtigungstour dauerte 2 Stunden und irgendwie hatte ich das Gefühl, warum will ich hier morgen überhaupt laufen!? Das ist ja verdammt weit.

Wer Hamburg kennt, weiß wovon ich spreche, wer den Hamburg-Marathon nicht kennt sollte ihn kennen lernen. Die Hansestadt im Marathon-Fieber. Schnelle Zeiten der Läufer (1. Wilfrid Kigen, KEN in 2.07.32), ausgelassene Stimmung bei den Zuschauern und Kaiserwetter. Die 22. Auflage soll lt. Teilnehmerstimmen der schönste bislang gewesen sein. Und ich war dabei. Und das war gut und richtig so! Für meine Begriffe kann eine Laufstrecke nicht schöner sein. Natürlich ist Berlin größer und lauter. Aber so wie sich die zwei Städte nicht mit einander vergleichen lassen, so ist es auch mit diesen beiden Läufen. Jeder hat auf seine Weise das gewisse Etwas.

Eingeteilt in 3 Startblöcken begann für mich im Startblock 2 im Gorch-Fock-Wall um 9.05 Uhr
der Lauf. Und nach Überquerung der Startlinie war auch die ganze Anspannung weg. Locker, fröhlich und in super netter Begleitung von allen Seiten bin ich meinem Ziel entgegen gelaufen. Über Altona, Reeperbahn, Elbchaussee , Landungsbrücken (12,5 km), vorbei an der Speicherstadt, Richtung Binnenalster (hier war super super Stimmung), über die Kennedybrücke zur Außenalster, vorbei am Feenteich (hier wohnt bzw. residiert Mann/Frau) und viele Hanseaten machten Sektfrühstück an der Strecke. Kurt stand bei km 20 und hat außer den Spitzenläufern und vielen anderen seine eigene Frau leider nicht entdeckt. Ich war bestimmt zu schnell! Weiter ging es Richtung Alsterdorf, Ohlsdorf (km 30) in den Nordosten von Hamburg und dann langsam zurück Richtung Innenstadt über Eppendorf, Harvestehude und Rotherbaum. Dieser Abschnitt Rotherbaumchaussee ab ca. km 38 bis zum Bahnhof Dammtor (km 40) waren nicht ohne. Leichte lang gezogene Steigung braucht dann keiner mehr. Aber das Ziel vor Augen, noch ein paar Kurven dann bei km 41 wieder auf dem Gorch-Fock-Wall (mein Startbereich) noch 2 Kurven die Stimmung steigt und dann sieht man über der Straße das lang ersehnte Ziel. Überwältigt von meinen Gefühlen, wurde mir die Medaille umgehängt. Ich wusste, dass ich die 4-Stunden-Marke geknackt habe und wollte nur noch eines: Kurt sehen und sagen. Wahnsinn, ich hab?s geschafft! Genau gesagt in 3.56.49 h! Danke Hamburg, danke Lauftreff-Freunde und Trainings-Partner.


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