< Feldbergwanderung 2005
28.07.05 15:00 Alter: 12 yrs
Von: Rolf Willmanns

Laktatmessung

Laufen ohne zu schnaufen


Das ist eine der subjektiven Methoden, um die Belastung beim Laufen zu kontrollieren. Weitere subjektive Methoden sind Atemfrequenz, Hautfärbung/Schweiß und Koordination/Konzentration. Es sind eben aber nur ?subjektive? Methoden, die doch auch sehr ungenau sein können. Deshalb werden für Läufer objektivere Methoden empfohlen, um die Trainingsbereiche im Ausdauersport besser steuern bzw. kontrollieren zu können. Häufig im Einsatz sind Messgeräte,  die die Herzfrequenz oder auch die Herzfrequenz-Variabilität messen und damit die Qualität der Herzarbeit. Sie spiegelt den Grad der psycho-physischen Belastung wieder.
Eine noch genauere Methode, um eine Aussage über die Leistungsfähigkeit eines Sportlers zu machen, ist die Laktat-Diagnostik.  Die Konzentration des Laktats ist einfach zu bestimmen. Man braucht nur ein Tröpfchen Blut aus dem Ohrläppchen oder der Fingerkuppe. Durch die Bestimmung der Laktatkonzentration kann man Schlüsse über die Belastungsintensität und die aktuelle Leistungsfähigkeit ziehen, was sich dann wieder als eine hilfreiche Methode für die Gestaltung und die Kontrolle eines Trainingsprogramms erweist.
Da auch bei uns einige Großveranstaltungen anstehen, auf die sich einige Läuferinnen und Läufer vorbereiten, hat Karin kurz entschlossen eine Laktatmessung für unseren Lauftreff organisiert. 19 Messwillige haben sich dann auf dem Sportplatz Plantation eingefunden. Die Herren Dr. Harald Maier und Christian Schmidt von der Physiotec GmbH aus Frankfurt schickten uns mit Herzfrequenzmessgeräten auf die Bahn, um im eigenen Wohlfühltempo Runden zu drehen. Die Laktatwerte wurden zu Beginn, nach 20 ? 30 Minuten und dann zum Schluss nach etwa 1 Stunde gemessen.
Zielsetzung war die Messung im Ausdauerbereich. Die Ausdauer wird am besten bei einer Laufgeschwindigkeit entsprechend einer Laktatkonzentration von zwischen 1,5 und 3 mmol trainiert. Intensiveres Training wie Tempoläufe und Intervalltraining findet bei einer Laktatkonzentration von zwischen 4 und 6 mmol statt. Die optimale Geschwindigkeit für den Marathon liegt bei einer Laktatkonzentration von ca. 2,5 mmol. So sollten wir auch, wenn die Werte bei der Zwischenmessung über 2,4 mmol lagen, das Tempo reduzieren.
Alle kamen trotz enormer Hitze gut über die Runden und waren gespannt auf die Auswertungen. Diese wurden uns dann im Clubraum der Hardtwaldhalle präsentiert. Hierzu wurden alle Herzfrequenzmessgeräte über einen PC ausgelesen und die Werte in Form einer Kurve ausgedruckt. An den Messpunkten waren jeweils die Laktatwerte aufgeführt. Jeder erhielt seinen Bogen mit einer entsprechenden Erläuterung und Empfehlung überreicht. Es gab dabei schon sehr erstaunliche bzw. überraschende Aussagen. Manche hatten die höchsten Werte beim Start und konnten die Laktatkonzentration durch das Laufen stark reduzieren. Bei anderen nahmen die Laktatwerte bei höherer Belastung bzw. Pulsfrequenz zu, um sich dann wieder bei sinkendem Puls zu normalisieren. Es bleibt zu hoffen, dass die Ergebnisse dann auch wirklich in die Trainingsplanung einfließen. Es bestand der Wunsch, diese Messungen bei Gelegenheit mal zu wiederholen, um Veränderungen verfolgen zu können.

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